6 - Auf den Spuren der Mauer |
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| Mauer-Spuren I
Heute ist von der Mauer fast nichts mehr zu sehen, auch wenn ihr Verlauf über 20 Kilometer im Zentrum der Stadt teils durch eine rote Linie, teils durch eine Doppelreihe Pflastersteine gekennzeichnet ist. Hier und da stehen noch ein paar Überreste als Zeichen der Erinnerung. Den Berlinern war daran gelegen, daß diese schmerzende Wunde so schnell wie möglich zuheilt. Deshalb ist es heute auch schwer, sich die Teilung einer Metropole durch einen Vorhang aus Eisen und Beton vorzustellen. Trotzdem hat die Umwandlung, die Berlin seit 1989 erlebt, nicht alle Spuren der Mauer ausgelöscht, weder in der Stadt noch in den Köpfen. Der Schriftsteller Peter Schneider räumt auch ein, daß es länger dauern werde, die Mauer in den Köpfen abzureißen, als ein Bauunternehmen für die gleiche Arbeit benötigen würde.
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