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6 - Auf den Spuren der Mauer

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  Mauer-Spuren III

Niederkirchner Straße :

Mauerreste stehen am Rande einer Straße, in der sich tragische Augenblicke der deutschen Geschichte abgespielt haben. Sie trennt nämlich das ehemalige Reichsluftfahrtministerium, das Göring unterstand, und die Gebäude der Gestapo und der SS.

Checkpoint Charlie :

Checkpoint Charlie befand sich an der Friedrichstraße, an der Grenze zwischen den Stadtbezirken Mitte im Osten und Kreuzberg im Westen. Er lag im amerikanischen Sektor, aber ab 1962 war auch französisches und britisches Militär hier anwesend. Seit dem 25. August 1961 war dieser Grenzübergang zwischen den beiden Teilen der Stadt ausschließlich für Ausländer, Diplomaten und Militär bestimmt. Im militärischen Sprachgebrauch gab es auch den Checkpoint Alpha an der innerdeutschen Grenze in Helmstedt und den Checkpoint Bravo in Dreilinden an der Grenze zwischen West-Berlin und der DDR. Am Checkpoint Charlie wurden die Angehörigen der alliierten Truppen registriert und über Sicherheitsvorschriften unterrichtet. Die deutschen Behörden (sowohl im Osten als auch im Westen) hatten jedoch nicht das Recht, sie zu durchsuchen.

Checkpoint Charlie war Schauplatz von zwei ernsten Zwischenfällen. Am 22. Oktober 1961 wollten die ostdeutschen Behörden die amerikanischen Armeeangehörigen kontrollieren und verweigerten ihnen dann den Zugang zum Sowjetsektor. Die Spannung stieg dramatisch, als sich sowjetische und amerikanische Panzer in den folgenden Tagen direkt gegenüberstanden.

Als die ostdeutschen Grenzposten 1973 auf einen Flüchtling schossen, wurde auch das Wachhaus von Kugeln getroffen. Ein Jahr später wurde ein anderer Flüchtling vor den Augen der alliierten Soldaten erschossen.

Checkpoint Charlie wurde am 22. Juni 1990 abgebaut. Das Wachhaus ist heute im Alliierten-Museum ausgestellt. Der Wachturm im Osten ist noch erhalten.

Seit 1963 wird die Geschichte der Mauer im „Haus am Checkpoint Charlie" dokumentiert, hier finden auch Ausstellungen über Kunst und Menschenrechte statt.

Nicht weit davon entfernt, in der Zimmerstraße, befindet sich das zum Gedenken an den 1962 bei seinem Fluchtversuch erschossenen Peter Fechter aufgestellte Kreuz.

Ein bißchen weiter, in der Kochstraße, ließ der Pressebaron Axel Springer 1959 sein imposantes Verlagsgebäude direkt an der Grenze errichten. Nach dem Bau der Mauer wurden von diesem Gebäude aus Nachrichten in Leuchtschrift für die Menschen „drüben" gebracht.

Berlin
Berlin

 

Zimmerstraße
Zimmerstraße

 

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Inhaltsverzeichnis - Anhang

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