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3 - Die Sperranlagen

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  Beschreibung einer "modernen Grenze"

Die Grenze wird immer unüberwindbarerEin ostdeutscher Flüchtling, mußte eine Reihe von Hindernissen überwinden, die alles in allem folgendes umfassen konnten:

  • Eine glatte, helle Betonmauer (Hinterlandmauer) in einer Höhe von ca. 3,50 m. An manchen Stellen wurde statt dieser Mauer ein 3 bis 4 Meter hoher Metallgitterzaun errichtet, der teilweise mit elektrischen Signalanlagen versehen war ;
  • In den Boden eingelassene und mit Stahlspitzen versehene eggeähnliche Metallmatten ;
  • Ein 2 m hoher engmaschiger Drahtgeflecht-Zaun ;
  • Signaldrähte mit optischem und akustischem Alarm ;
  • Panzersperren ;
  • Ein Beobachtungsbunker ;
  • Eine Hundelaufanlage ;
  • Ein 6 bis 15 m breiter geharkter Sandstreifen, der zur Sicherung von Spuren eventueller Flüchtlinge diente und stellenweise auch vermint war ;
  • Ein 3 bis 5 m tiefer Kfz-Sperrgraben ;
  • Eine 5 m hohe Beleuchtungsanlage ;
  • ein 3 bis 4 m breiter asphaltierter Kolonnenweg, auf dem bewaffnete Grenzposten mit speziell lärmgedämmten Fahrzeugen (Trabant) patrouillierten ;
  • Ein 2 m hoher elektrischer Zaun, der bei Berührung Ton- und Lichtsignale auslöste ;
  • Ein abgeholzter und geräumter Geländestreifen ;

Eine zweite, hellgrau gestrichene Betonmauer, vor deren Hintergrund sich die Gestalt eines Flüchtlings besonders gut abzeichnete. Dabei wurde eine von Agraringenieuren zum Bau von Silos entwickelte Technik genutzt: Die Mauer bestand aus 3,50 bis 4,20 hohen und 15 cm dicken Betonplatten, die in den Boden gerammt und ineinander verkeilt wurden. Jede dieser Platten hatte ein Gewicht von 2,6 Tonnen und hielt dem Aufprall schwerer Fahrzeuge stand. Auf der Mauer befand sich eine glatte Röhre aus Asbestzement, an der die Hände der Flüchtenden oder auch Wurfhaken keinen Halt finden konnten.

 

Die Betonmauer
Die Betonmauer

Panzersperren
Panzersperren

Die zweite Betonmauer
Die zweite Betonmauer

 

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Inhaltsverzeichnis - Anhang - Im Schatten der Mauer

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