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3 - Die Sperranlagen

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  Zufahrtswege nach West-Berlin

Nach dem Krieg war der Zugang von Westdeutschland nach West-Berlin auf dem Landweg lange mit Schwierigkeiten verbunden, da die vier Besatzungsmächte diesbezüglich kein Abkommen getroffen hatten. Dadurch war auch die Blockade von Berlin durch die sowjetischen Truppen möglich gewesen. Die Luftverbindungen waren jedoch klar festgelegt worden: Drei Luftkorridore verbanden Hamburg, Hannover und Frankfurt a. M. mit den Zivil- und Militärflughäfen Tegel im französischen, Tempelhof im amerikanischen und Gatow im britischen Sektor, denen die Stadt 1948-1949 das Überleben verdankte.

Bis zum Viermächte-Abkommen von 1971 und dem Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten (17. Dezember 1971) war der Personen- und Güterverkehr zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin auf dem Land- und Wasserwege ständigen Schikanen ausgesetzt. In den 70er-80er Jahren wurden die Straßen- und Schienenwege nach West-Berlin verbessert und ausgebaut.

Zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik bestanden nun Eisenbahn- und Autobahnverbindungen nach Hamburg, Hannover, Hof und Frankfurt am Main.

Insgesamt bestanden 12 Grenzübergänge in der geteilten Stadt :

4 zwischen West-Berlin und der DDR :

- Heiligensee/Stolpe im Nordwesten ;
- Staaken im Westen ;
- Dreilinden/Drewitz im Südwesten ;
- Waltersdorfer Chaussee im Süden, ausschließlich für westliche Fluggäste auf dem Weg zum ostdeutschen Flughafen Schönefeld bestimmt.

8 zwischen West-Berlin und Ostberlin :

- Chausseestraße, Invalidenstraße, Oberbaumbrücke, Sonnenallee, die allein für Bewohner der Westsektoren bestimmt waren ;
- Heinrich-Heine-Straße, Bornholmer Straße nur für Bürger der Bundesrepublik ;
- Checkpoint Charlie für Angehörige der westlichen Schutztruppen, Diplomaten und ausländische Besucher ;
- Bahnhof Friedrichstraße: Sämtliche Ostberliner U-Bahnhöfe, die sich auf einer Strecke befanden, die durch beide Teile der Stadt führte, waren geschlossen und von bewaffneten Grenzposten bewacht. Nur der Bahnhof Friedrichstraße blieb zugänglich, denn er bildete einen zusätzlichen Grenzübergang für Deutsche und Ausländer. Der Grenzübergang Friedrichstraße existiert auch heute noch; nach seinem Umbau wird er heute als Konzerthalle mit dem bezeichnenden Namen Tränenpalast genutzt.

Verkehrsverbindungen zur Insel West-Berlin
Verkehrsverbindungen
zur Insel West-Berlin

Grenzübergänge in Berlin
Grenzübergänge in Berlin

 

 

Grenzübergang Sonnenallee
Grenzübergang Sonnenallee

 Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße
Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße

 Checkpoint Charlie
Checkpoint Charlie

 Checkpoint Charlie
Checkpoint Charlie

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Inhaltsverzeichnis - Anhang - Im Schatten der Mauer

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