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1 - Der geteilte Himmel

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  Der Drang nach Westen

Ab November 1953 benötigten die West-Berliner einen von den ostdeutschen Behörden ausgestellten Passierschein, um in den Ostsektor zu gelangen. Obwohl die DDR im Jahre 1957 den als Republikflucht bezeichneten gesetzlichen Straftatbestand einführte, der mit Freiheitsstrafen von 1 Jahr und 4 Monaten bis zu 4 Jahren geahndet wurde, stieg die Zahl derer, die - wie der Berliner Bürgermeister Ernst Reuter es ausdrückte – mit ihren Füßen abstimmten, immer weiter. Ein einziges Schlupfloch in den Westen war noch offen: Berlin, wo tagtäglich 500 000 Menschen (Grenzgänger, Studenten, Flüchtlinge) die Sektorengrenze überquerten.

Von den 2 700 000 Ostdeutschen (davon 3400 Ärzte, 17 000 Lehrer und 17 000 Ingenieure), die zwischen 1949 und 1961 in die Bundesrepublik flüchteten, wählten mehr als 1 600 000 den Weg über West-Berlin. Das entsprach der Einwohnerzahl von Ostberlin.

In den ersten sieben Monaten des Jahres 1961 wanderten 160 000 Menschen ab. Entgegen seiner Äußerung vom 15. Juni 1961, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten, wollte Walter Ulbricht den Flüchtlingsstrom, der über kurz oder lang zum Untergang des kommunistischen Regimes geführt hätte, zum Versiegen bringen.

 

 

Die Berliner Bevölkerung
Die Berliner Bevölkerung

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Inhaltsverzeichnis - Anhang - Operation "Chinesische Mauer"

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