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2 - Operation "Chinesische Mauer"

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  Die totale Abriegelung

Am 19. August verbarrikadierten Polizei und Kampfgruppen Haustüren und Kellereingänge in der Schwedter Straße (Prenzlauer Berg) und der Brunnenstraße (Mitte). Zwei Tage später wurden die Bewohner der an der Grenze liegenden Häuser zwangsevakuiert. Gullys wurden zubetoniert, mehr als 50 Häuser, 37 Geschäfte und 1253 Fenster der Bernauer Straße wurden zugemauert. Binnen eines Monats mußten 2000 Einwohner ihre Wohnungen räumen. Weitere Zwangsumsiedlungen fanden später statt. Am 24. August wurde der erste Flüchtling bei dem Versuch erschossen, die Grenze schwimmend zu überwinden.

Aus Protest gegen den Mauerbau beschlossen die West-Berliner am 16. August den Boykott der S-Bahn, die gemäß den nach Kriegsende getroffenen alliierten Vereinbarungen auch im Westteil der Stadt von der Reichsbahn verwaltet wurde und somit ostdeutscher Kontrolle unterstand. Das hatte zur Folge, daß die S-Bahn nicht mehr rentabel war und die DDR sich im Jahre 1983 schließlich zum Verkauf der Bahn an den West-Berliner Senat entschloß.

Die Mauer zementierte die Teilung Berlins, Deutschlands und Europas.

 

Berlin-Mitte
Berlin-Mitte

 

Die Berliner sind von der Außenwelt abgeschnitten
Die Berliner sind von der Außenwelt abgeschnitten

 Hauseingänge und Fenster werden zugemauert
Hauseingänge und Fenster werden zugemauert

 

Inhaltsverzeichnis - Anhang - Die Sperranlagen

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  Brandengurger Tor
Brandenburger Tor
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