Coquelicot Die Farbe der Tränen
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Max Beckmann, Auferstehung, 1918, Öl auf Leinwand, 345 x 497 cm, Staatsgalerie, Stuttgart. Abbildung im Web nicht gestattet.

 
Der Tod
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103 - Max Beckmann

Nach der Demobilmachung nahm Beckmann nach und nach sein Schaffen wieder auf. Er begann ein großformatiges Gemälde, das er jedoch nie fertigstellte. In dieser symbolträchtigen Komposition fügt er Kriegsszenen und Szenen aus dem Hinterland zusammen. Ein Leichnam aus Das Leichenschauhaus liegt in der Bildmitte, im Hintergrund sind Trümmer dargestellt. Nackte Körper - Verwundete, Wahnsinnige, Märtyrer - füllen den freien Platz aus. Aus dem Erdboden steigen Gestalten auf, die meist karikaturartig, beängstigend oder lächerlich wirken. Ihre Haltung drückt oft Schmerz, Klage, Verzweiflung oder wie rechts im Bild diabolischen Eifer aus. Beckmann schildert hier eher eine Apokalypse denn eine Auferstehung. Ein finsteres Gestirn in der Mitte, einer schwarzen Sonne vergleichbar, kündigt kommendes Unheil an. Nichts spielt hier direkt auf den Krieg an, aber alles deutet darauf hin, auf das dadurch hervorgerufene Leid bis hin zum Unvermögen, das Bild fertigzustellen, zum Abbruch der Arbeit, als ob das Thema zu schmerzvoll wäre, als daß ein Mensch es lange ertragen könnte.