Coquelicot Die Farbe der Tränen
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  Verbleib unbestimmt

Fernand Léger, Auf der Straße nach Fleury, zwei Tote, 24. Oktober 1916, Tusche auf Briefkarte, 12 x 8,25 cm, Verbleib unbestimmt.

 
Der Tod
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87 - Fernand Léger

Selten hat Léger Leichen gezeichnet. Obwohl er als Krankenträger tagtäglich mit den Opfern zu tun hatte, stellte er sie offensichtlich nur mit Widerwillen dar. Diese Zeichnung beruht auf dem, was Léger bei Verdun erlebt hat, es handelt sich hier jedoch nicht um die in seinen Briefen erwähnten "menschlichen Überreste". Die geometrische Linienführung deutet die gebrochenen Körper an. Der linke Arm des auf dem Rücken liegenden Soldaten scheint vom Körper abgetrennt zu sein. "Ich habe außerordentlich seltsame Dinge gesehen, " schreibt er. "Fast mumifizierte Menschenköpfe, die aus dem Morast herausragten. Ganz klein waren sie in dieser unendlich weiten Ebene. Wie Kinder sahen sie aus. Vor allem die Hände waren erstaunlich. Manche Hände hätte ich gern aus der Nähe fotografiert. Hände sind besonders ausdrucksstark."