Coquelicot Die Farbe der Tränen
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  74 - Ossip Zadkine

Ossip Zadkine, Loude, 1916, Tusche und Aquarell auf Papier, 26 x 33,5 cm, Musée d'histoire contemporaine - BDIC, Paris.

© SESAM, Paris, 1998.
 

74 - Ossip Zadkine

Ossip Zadkine, Russischer Krankenwagen, 1917, Kohle auf Papier, 25,5 x 33 cm, Musée d'histoire contemporaine - BDIC, Paris.

© SESAM, Paris, 1998.

 
Unsägliches Leid
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74 - Ossip Zadkine

1916 meldete sich Zadkine (1891-1967) als Freiwilliger zum französischen Heer. Der mit Modigliani befreundete Bildhauer wurde Krankenträger im Raum Epernay. Noch im selben Jahr wurde er verwundet und ins Lazarett gebracht. Vor und nach seiner Verwundung zeichnete er seinen Alltag, die Zelte, die Fahrzeuge, mit denen die Verwundeten abtransportiert wurden, die Soldaten auf ihren Bahren. Der Kubismus, mit dem er sich ab 1910 in Paris vertraut gemacht hatte, ist in diesen Zeichnungen deutlich spürbar. Diese von Hoffnungslosigkeit geprägte Chronik, die aber auch ohne Pathos ist, wurde in der Champagne begonnen und in den Pariser Krankenhäusern weitergeführt, wo er bis zu seiner Genesung blieb und wo er immer wieder Verstümmelte darstellte, die für ihn zu einem Symbol der Zeit wurden.