Coquelicot Die Farbe der Tränen
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  52 - Paul Nash

Paul Nash, The Ypres Salient at Night (Der Ypern-Vorsprung bei Nacht), 1917-18, Öl auf Leinwand, 71,1 x 91,4 cm, Imperial War Museum, London.

© Imperial War Museum.
 

52 - Paul Nash

Paul Nash, Void, 1918, Öl auf Leinwand, 71,4 x 91,7 cm, National Gallery of Canada, Ottawa.

©  National Gallery of Canada, Ottawa. Transfer von der Kanadischen Stiftung zum Gedenken an den Krieg, 1921.
 

52 - Paul Nash

Paul Nash, The Menin Road (Die Straße nach Menin), 1919, Öl auf Leinwand, 182,9 x 317 cm, Imperial War Museum, London.

© Imperial War Museum.

 
Das Zeitalter der Artillerie
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52 - Paul Nash

Die Schlacht bei Ypern dauerte so lange wie der Krieg. Diese mörderische Schlacht war für die Truppen des Commonwealth das, was Verdun für die französischen war: ein nicht enden wollendes Gemetzel in einer Sumpflandschaft, wo die Verwundeten im Morast versanken.
Die drei Gemälde von Paul Nash, in denen die Entwicklung des Künstlers von Kubismus und Futurismus zu einem schildernden Naturalismus sichtbar wird, geben einen Eindruck von der ungeheuerlichen Zerstörungswut: im sumpfigen Gelände, in den zerfetzten Wäldern, in der Umgebung der ebenfalls zerstörten Stadt. Void kann als Archetypus des Landschaftsbildes aus dem Ersten Weltkrieg gelten: kein einziger Soldat ist zu sehen, verlassen stehen ein Lastwagen und Geschütze herum, unter Wasser stehende Schützengräben, ein schlaffer Menschenkadaver zwischen Geschossen und Gewehren, Rauch und ein Flugzeug in der Ferne. Wirft es Bomben ab oder stürzt es ab? Unaufhörlicher Regen. Erloschen ist jede Hoffnung, unversehrt von einem solchen Ort zurückzukehren, der nur noch ein namenloses Leichenfeld ist.
 

 
52-Nash"Wir schritten vorsichtig durch den eingesehenen Paddebach-Grund, uns hinter den Laubmassen umgeschossener Schwarzpappeln verbergend und ihre Stämme als Brücke benutzend. Ab und zu verschwand einer bis über die Hüften im Schlamm und wäre ohne die helfend hingestreckten Gewehrkolben der Kameraden unfehlbar ertrunken."

Ernst Jünger, In Stahlgewittern.