Coquelicot Die Farbe der Tränen
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  48 - Félix Vallotton

Félix Vallotton, Le plateau de Bolante (Das Plateau von Bolante), 1917, Öl auf Leinwand, Musée d'histoire contemporaine - BDIC, Paris.

© Musée d'histoire contemporaine - BDIC.

 
Das Zeitalter der Artillerie
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48 - Félix Vallotton

Mag der eine das Artois beschreiben und der andere die Argonnen malen, Hugos Worte beschreiben Vallottons Landschaften, in denen von den Tausenden in den Schützengräben verschanzten Soldaten nichts zu sehen ist. Weit schweift der Blick, bis an den Horizont, über die Hänge mit den verstümmelten Bäumen und die weite Ebene hinweg. Kein Leben regt sich, nur weißer Rauch und die kaum sichtbaren, die Erde durchfurchenden Windungen der Gräben sind zu erkennen. Das Werk enttäuscht wegen seines Mangels an Pittoreskem, an Pathos und an Intensität. Vallotton war sich dessen wohl bewußt, wollte aber nichts verfälschen. Er wollte die Wahrnehmungen der Soldaten malen: die Erde, das Gras, die Baumstämme und den Himmel.