Coquelicot Die Farbe der Tränen
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Umberto Boccioni, Angriff der Lanzenreiter, 1915, Tempera und Collage auf Papier, 32 x 50 cm, Sammlung Juncker, Mailand. Abbildung im Web nicht gestattet.

 
Das Schlachtfeld
141516

15 - Umberto Boccioni

Außer bei einigen Kämpfen hauptsächlich zwischen der russischen und der österreichisch-ungarischen Kavallerie in den ersten Kriegsmonaten waren Attacken dieser Art im ersten Weltkrieg eher selten. Das hielt Boccioni (1882-1916) allerdings nicht davon ab, dieses eher allegorische als wirklichkeitsgetreue Motiv zu malen. Die Anspielung auf den heiligen Georg und die Schlachten von Ucello verschmelzen in der futuristischen Darstellung, welche die Dynamik des Werkes verstärkt. Die schrägen Linien der Lanzen und Gewehre überschneiden sich, Pferde bäumen sich auf. Eine Collage erinnert an den rasch abgewehrten Vorstoß der französischen Truppen im Sommer 1914 - ein Anzeichen für die leidenschaftliche Parteinahme der Futuristen für die Franzosen. Boccioni war ab 1911 einer der bedeutendsten Wortführer des Futurismus und auch zweifellos der kreativste Künstler dieser Bewegung. 1915 meldete er sich als Freiwilliger und starb im darauffolgenden Jahr nach einem Sturz vom Pferde.
 

 

 
CoquelicotIm Niemandsland wimmelte es von Angreifern, die entweder einzeln, in kleinen Trupps oder in dichten Scharen auf die Feuerwand zugingen. Sie rannten nicht und gingen nicht in Deckung, wenn die hohen Fontänen zwischen ihnen aufsprangen. Langsam und unaufhaltsam gingen sie auf die feindliche Linie vor. Sie schienen unverwundbar geworden zu sein.

In ähnlichen Worten schildert Ernst Jünger in seinem Roman In Stahlgewittern einen Angriff.