Coquelicot Die Farbe der Tränen
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  12 - Oskar Laske

Oskar Laske, Barrikadenkampf in Belgrad am 9. Oktober 1915, 1917-18, Tempera auf Leinwand, 110 x 140 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.

© Heeresgeschichtliches Museum, Wien.

 
Das Schlachtfeld
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12 - Oskar Laske

Laske (1874-1951) und Basel verbinden Gemeinsamkeiten: Zu Beginn des Krieges war auch er Offizier in Galizien und dann ab Mai 1915 an der Isonzofront eingesetzt. Dann wurde auch er Militärmaler und wohnte zahlreichen militärischen Operationen in den Alpen und in Osteuropa bei. Seine dort gesammelten Eindrücke gibt er in einer genauen Schilderung der topographischen und klimatischen Besonderheiten, der Waffen und der verwendeten Taktik wieder. Die linke Tafel des Triptychons ist der Eroberung Belgrads gewidmet. Das Gemälde schildert eine Szene der Schlacht, die Überquerung der Donau und den Vormarsch entlang einer Bahnlinie. Das nicht mehr vorhandene mittlere Tafelbild stellte eine Landung unter Artilleriebeschuß dar. Der rechte Flügel hingegen schildert die Straßenschlachten in der Stadt mit fotografischer Genauigkeit. Das Triptychon ist sozusagen eine Schilderung in drei Kapiteln.
 

 

 
12-Laske"Die Soldaten gaben murrend nach. Trompeten waren nicht zu hören. Die Truppe kroch abgestumpft und düster im Kugelhagel vorwärts: Maillefer pfiff es um die Ohren, die Männer fielen:
"Vorwärts!", rief Martial verzweifelt.
Er stürmte vor.
Plötzlich brach das Feuer ab. Graue Wesen sah man wie Ratten aus den Erdlöchern kriechen, während an der linken Flanke die französischen Truppen in aufeinanderfolgenden Wellen zum Angriff übergingen …"

J. H. Rosny Aîné, Dans le calme et dans la tempête, Paris Flammarion, 1936.